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                            Praxis Dr. med. Dr. paed. Dietger Heitele                   

 

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Berufsgruppen, welche in landläufiger Meinung Therapien machen

Neurologen: nach dem Medizinstudium bis zu vier Jahren Tätigkeit an Kliniken tätig bis zur Facharztprüfung. Sie sind vorrangig für die Behandlung von organischen Nervenkrankheiten (Multiple Sklerose, Muskellähmung, ALS etc.) zuständig und machen im allgemeinen keine Therapien.

Psychiater: nach dem Medizinstudium bis zu vier Jahren Tätigkeit an Kliniken. Sie waren früher vorrangig für die Behandlung von Geisteskrankheiten (Schizophrenie, Alzheimer, Demenz) zuständig und haben inzwischen ihr Tätigkeitsfeld ausgeweitet (Depressionen, Suchterkrankungen etc.) Wegen oft großer Durchlaufpraxis eher selten therapiefreudig

Nervenärzte: sind Ärzte, die gleichzeitig Neurologen und Psychiater sind.

Sowohl Neurologen als auch Psychiater, vor allem wenn sie eine Praxis mit Personal haben, machen eher selten Therapien, und auch nur dann, wenn sie die Zusatzbezeichnung "Psychotherapie" besitzen.

Fachärzte für Psychotherapeutische Medizin: Ärzte, die nach dem Medizinstudium eine fünfjährige klinische Ausbildung in medizinischen und psychosomatischen Abteilungen  sowie außerdem eine psychotherapeutische Ausbildung machen. Im allgemeinen betreiben sie in eigener Praxis nur Psychotherapie

Ärzte mit Zusatzbezeichnung "Psychotherapie": viele Fachärzte haben die Zusatzbezeichnung "Psychotherapie", die relativ leicht zu erwerben ist, und etwas mager als einzige Qualifikation ist. Wegen laufender organmedizinischer Praxis machen sie relativ selten Therapien

Psychologen: das Psychologiestudium von 8 Semestern ist für psychotherapeutische Behandlung völlig unzureichend. Für die Qualifikation zum klinischen Psychologen ist eine Mitarbeit an einer Klinik für eine gewisse Zeit nötig. Durch eine zusätzliche psychotherapeutische Ausbildung können sie , sofern Plätze frei sind, die Kassenzulassung bekommen.

Allgemein ist bei den bisherigen Berufsgruppen zu sagen, daß für eine freiberufliche psychotherapeutische Arbeit schon eine mehrjährige Lehranalyse bei verschiedenen Therapeuten sein sollte.

Psychoanalytiker: sie haben zugegebenermaßen die gründlichste langjährige Ausbildung. Schwachpunkt ist höchstens, daß sie oft nichts anderes gemacht haben und zu selten körperlich kranke Menschen behandelt haben.  Für eine Psychoanalyse werden oft mehrere Jahre bei Hunderten von Stunden eingeplant, so daß normal Berufstätige oft damit Probleme bekommen. Für Privatversicherte kommt eine Analyse selten in Frage, da die meisten privaten Krankenversicherungen nur 20-30 h pro Jahr erstatten, so dass bei finanziellen Schwierigkeiten eher eine aktivere Therapie wie die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie in Frage kommt.

Zu den Unterschieden der Therapieformen hier klicken.

Heilpraktiker: Für sie gibt es keine geregelte Ausbildung und keine schulischen Qualifikationsvoraussetzungen. Wie sie ihre Kenntnisse erwerben, ob über eine Schule oder im Selbststudium, bleibt ihnen überlassen. irgendwann kommt keine Prüfung, sondern nur eine sogenannte Überprüfung durch den Amtsarzt, ob sie eine Gefahr für die Volksgesundheit darstellen. Allerdings muß auch gesagt werden, daß es hervorragende Heilpraktiker, quasi Naturbegabungen gibt. Ein herausragendes Beispiel ist Vitoulkas, der griechische Papst der Homöopathie.

Mentaltrainer, psychologische Lebensberater u. ä.  So kann sich jeder nennen

Homöopathen So kann sich jeder nennen, außer Ärzte. Ärzte, welche die Zusatzbezeichnung Homöopathie führen wollen, müssen eine langjährige Ausbildung dafür machen.

Natürlich ist die Aufstellung ohne Wertung. Natürlich gibt es auch therapeutische Naturbegabungen ohne Ausbildung. Wenn Sie allerdings Ihre Therapie über die Krankenkasse finanzieren wollen, müssen Sie schon wohl oder übel den Weg über Fachärzte für Psychotherapeutische Medizin gehen oder über bei der kassenärztlichen Vereinigung zugelassenen Ärzten oder Psychologen mit Zusatzausbildung

 

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